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19.03.2017

HSV stürmt mit Galavorstellung ins Finale

Der HSV erreicht nach einer Galavorstellung sein erstes Saisonziel und zieht nach dem Sieg über den VfV Spandau 1922 souverän in das Final des DHB-Amateurpokal ein. Die erste Niederlage der laufenden Saison, der NHV Concordia Delitzsch schlägt im MDOL Heimspiel den HSV Bad Blankenburg mit 27:24, ist da eigentlich nur eine Randnotiz wert. Der Fokus während des vergangenen Doppelspieltags lag ganz eindeutig auf dem Pokalhalbfinale gegen den VfV Spandau 1922.

Auch wenn die Niederlage am Samstag etwas ärgerte, hat sich das Kräfteschonen in Delitzsch am Samstag bezahlt gemacht. Wenig war über den Gegner aus Berlin bekannt und damit auch nur sehr schwer einzuschätzen, respekteinflößend war der Viertelfinalsieg der Spandauer über den THW Kiel II zweifelsohne. Kein Wunder also, dass sich ein Großteil der HSV Fans dazu angesprochen fühlte, zahlreich in die Guts Muths-Halle der Landessportschule Bad Blankenburg zu strömen.

Der Gastgebende HSV Bad Blankenburg empfing das Publikum gebührend. Wohlklingende Trommelrhythmen stimmten die anfeuerungswilligen Zuschauer ein, ehe unter tosendem Applaus die Mannschaft auf der Platte begrüßt wurde. Wenige Minuten später erklang der Anpfiff zu der Partie, welche den letzten Schritt auf dem Weg nach Hamburg darstellen sollte.

Die Mannen um Trainer Jörn Schläger begannen die Begegnung aufmerksam und gewohnt kompakt in der Abwehr. Trotzdem konnten die Spandauer den ersten Ballbesitz direkt in ein Tor, der Treffer zum 0:1 (1.), ummünzen. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, umgehend glich Frank Grohmann zum 1:1 (4.) aus. In der Folge entstand ein munteres Spielchen, in dem sich beide Mannschaften auf Augenhöhe wähnten.

Bis zur Mitte der ersten Halbzeit brauchte es, doch dann hatten sich die Blankenburger auf das Spiel der Gäste eingestellt. Genug herumgespielt dachte sich wohl die Schläger-Sieben und begann „Ernst" zu machen. Am eigenen Kreis wurde den Spandauern wenig Luft gelassen, und die Gegenstöße der Lavendelstädter, einer schöner als der andere, wurden mit der nötigen Torausbeute abgeschlossen. Beweis dafür der 4:0-Lauf, welcher das 10:6 (22.) herstellte. Auch in den restlichen Minuten der ersten Halbzeit kontrollierten die Thüringer das Spiel nach Belieben und ließen nur noch drei Gegentreffer zu.

Die halbe Miete war zur Halbzeit eingefahren und an der Anzeigetafel leuchtete der 15:9-Pausenstand auf. Sechs Treffer Vorsprung, das musste doch reichen, den letzten Schritt in das heiß ersehnte Endspiel in der Hamburger Barcleycard Arena zu schaffen. Darauf wollten sich die Spieler des HSV Bad Blankenburg allerdings (noch) nicht verlassen.

Konzentriert ging sie den zweiten Teil der Begegnung an, kontrollierten das Spiel weiter. Dennoch kamen die Gäste jetzt häufiger zu eigenen Treffern. Es schien wie ein letztes Aufbäumen der Spandauer als ihnen ebenfalls ein 4:0-Lauf gelang und sie beim Stande von 20:17 (39.) wieder bis auf drei Treffer herankamen. Der HSV Bad Blankenburg hatte bis dahin viel investiert - zuviel um sich jetzt den Einzug ins Finale noch nehmen zu lassen. Mit schier unbeugsamen Willen, angetrieben von lautstark unterstützenden Anhängern, setzten die Blankenburger zum Gnadenstoß an. Begeistert nahmen die Fans den 5:0-Lauf zur Kenntnis, der zum 26:18 (47. Minute) führte. Das Halbfinale war entschieden und die Lavendelstädter begannen das Schaulaufen.

In der letzten Minute hielt es in der Guts Muths-Halle niemanden mehr auf den Sitzen. Die Fans feierten ihre Blankenburger Handballer bereits mit tosendem Applaus, als Philipp Große mit einem feinen Kempa-Trick die Galavorstellung des HSV Bad Blankenburg garnierte. Der handballerrische Augenschmaus war gleichzeitig der 33:21-Schlusspunkt und das DHB-Amateurpokal Finale in Hamburg erreicht.

Tobias Jahn, Felix Herholc, Frank Grohmann (8; 3/3), Paul Weyhrauch (4), Tomas Zeman (1), Martin Müller, Ladislav Brykner (1), Martin Danowski (1), Radoslav Miler (2), Alexander Werner (6), Moritz Rahn, Juraj Geci (1), Marcel Werner (7), Philipp Große (2)