Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor

Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor

Der HSV Bad Blankenburg hat wieder einen Fanclub! Die "Schwarzataler Rasselböcke" stellen sich vor!
Der HSC hat alles im Griff

Der HSC hat alles im Griff

21.10.2017 | Spielbericht HNA | 9. Spieltag | 3. Liga Staffel Ost | HSC Bad Neustadt - HSV Bad Blankenburg 25:18 (13:7)
Wieder nur Kanonenfutter

Wieder nur Kanonenfutter

21.10.2017 | Spielbericht OTZ | 9. Spieltag | 3. Liga Staffel Ost | HSC Bad Neustadt - HSV Bad Blankenburg 25:18 (13:7)
Turnier der F- Jugend in der Landessportschule

Turnier der F- Jugend in der Landessportschule

Die F-Jugend des HSV Bad Blankenburg gewinnt Handballturnier in der Landessportschule Bad Blankenburg.
Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor
Der HSC hat alles im Griff
Wieder nur Kanonenfutter
Turnier der F- Jugend in der Landessportschule
10.04.2017

Große Enttäuschung nach unglücklichem Finale

Die Vorfreude war groß. Noch überwältigender die Eindrücke, welche Team und gut 70 angereiste Schlachtenbummler des HSV Bad Blankenburg im Halbfinale des großen REWE Final Four in Hamburg mitnahmen. Ein kurzweiliger Samstagnachmittag für alle Beteiligten bei den Halbfinalspielen der Profis, gleichzeitig auch die perfekte Einstimmung auf das eigene Saisonhighlight, dem Finale des DHB-Amateurpokals.

Am Sonntagvormittag war es dann so weit. So sonnig wie das Wetter, so gut gelaunt strömten die Bad Blankenburger Fans in den ihnen zugewiesenen Block. Die Stimmen waren gut geölt und der 8. Mann war bereit, seinen HSV nach Leibeskräften lautstark zu unterstützen. Kaum Platz genommen, begann auch schon die Finalbegegnung gegen den TuS Spenge, den Vertreter aus der Westfälischen Oberliga.

Der HSV Bad Blankenburg begann nervös. Die Start-Sieben arbeitete nach hinten gewohnt kompromisslos und sicher, Felix Herholc war auf dem Posten. Dies war auch wichtig, denn die Westfalen hatten ihre Hausaufgaben gemacht und sich sehr gut auf den Blankenburger Rückraum eingestellt. Erschwerend kam hinzu, dass Spenge-Torhüter Bastian Räber der Meinung war, nahezu jeden Wurfversuch der HSV Spieler zu vereiteln. So brauchte es elf Spielminuten, bis die Lavendelstädter den ersten Ball im Kasten der TuS unterbringen konnten.

Nichts passiert bis dahin, denn Spenge kam im selben Zeitraum ebenfalls nur auf vier Treffer. Allerdings waren die Westfalen immer noch deutlich besser im Spiel. Bis zur 23. Minute konnten sie sich mit fünf Treffern fast schon komfortabel absetzen. Der Thüringer Anhang ließ sich dadurch nicht beirren, unermüdlich gab er lautstark alles, um seine Blankenburger Handballer nach vorn zu peitschen. Der Funke schien übergesprungen, der HSV kam ins Rollen.

Und dies gewaltig: Mit wuchtigen, fast schon wütenden Angriffen kämpften sich die Blankenburger ins Spiel. Rechtzeitig zur Halbzeit waren sie in Gänze auf der Hamburger Platte angekommen. Den 14:13-Anschluss stellte Rechtsaußen Alexander Werner her. Beide Teams befanden sich auf Augenhöhe, als in der Barclaycard Arena das Pausensignal ertönte.

Nach der Pause beim HSV Bad Blankenburg von Nervosität keine Spur mehr. Paul Weyhrauch, in Szene gesetzt von Radoslav Miler, stellte in der 32. Minute den 14:14 Gleichstand her. Kurz darauf brachte Marcel Werner seine Mannschaft erstmals in diesem Finale mit 14:15 (33.) in Front. Nach dem zwischenzeitlichen 10:5 Rückstand (23.) war die Partie komplett gedreht, aber weiterhin offen.

Das Team von Trainer Jörn Schläger begann in der Folge, die Begegnung immer besser zu kontrollieren. Als Alexander Werner in der 50. Minute zum 24:28 traf, schien der Pokaltriumph in greifbare Nähe gerückt. Aber weit gefehlt. Im Stile eines Ertrinkenden, der nach dem letzten Strohhalm greift, bekommt der TuS Spenge die zweite Luft und kämpft sich mit einem sensationellen 5:0-Lauf in die Partie zurück.

57 Minuten Nerven aufreibender Handball waren gespielt, als Ladislav Brykner mit seinen Treffern zuerst zum 29:29 (55.) ausglich und kurz darauf den HSV Bad Blankenburg mit 29:30 wieder in Front brachte. Wer jetzt dachte, spannender kann es nicht werden, sollte sich bald getäuscht sehen.

Dass die Schläger-Sieben an diesem Finaltag nicht unbedingt mit Glück gesegnet war, sollte nun eine mehr als dramatische Schlussphase zum Leidwesen der Bad Blankenburger in all ihrer Härte beweisen. Nachdem Paul Weyhrauch seinen Wurfversuch Sekunden vor dem Spielende nicht im Kasten unterbringen konnte und damit die Entscheidung verpasste, erkämpfte sich Marcel Werner am eigenen Kreis mit einem unnachahmlichen „Steal" den Ball. Nur unglücklicherweise brachte das den HSV Bad Blankenburg nicht in Ballbesitz, sondern in Unterzahl und an den Rand der Niederlage. Marcel Werner bekam 2 Minuten und Spenge einen 7-Meter zugesprochen.

Die Anspannung im HSV-Fanblock wich purem Entsetzen. Felix Herholc löste Tobias Jahn für diesen 7-Meter im Kasten ab. Dennis Mathews schritt zur Ausführung und der Blankenburger Anhang hielt gemeinschaftlich die Luft an. Tosender Jubel brach im Block aus, als Felix Herholc den Strafwurf spektakulär vereitelte. Viel mehr passierte in der regulären Spielzeit nicht mehr. 31:31 nach 60 gespielten Minuten. Ein Spiel, welches einem Finale nicht würdiger sein konnte, musste durch 7-Meterwerfen entschieden werden.

Ausgerechnet ein 7-Meterwerfen. Vor nicht ganz einem Jahr besiegelte ein solches den Abstieg des HSV Bad Blankenburg aus der 3. Bundesliga. Und nun soll eben dieses über den DHB-Amateurpokal-Sieger entscheiden? - Nein kein schlechter Scherz, bittere Realität. Das Glück sollte über Gedeih oder Verderb zweier über 60 Minuten gleichstarker Pokalgegner entscheiden. Denn wie oben schon beschrieben, eben an Glück mangelte es den Blankenburgern an diesem Tag.

Einer der sichersten Strafwurfschützen des HSV, Frank Grohmann, trat zuerst an und verwandelte trocken. Als zweites war Radoslav Miler an der Reihe. Der immer Verlässliche sollte zur tragischen Figur des 7-Meterwerfens werden. Seinen straffen Wurf vereitelte der Spenger Keeper mit einem kaum sichtbaren Reflex. Die verbliebenen drei Blankenburger Werfer Philipp Große, Paul Weyhrauch und Ladislav Brykner verwandelt allesamt rigoros. Dies half aber alles nichts mehr. Die fünf Auserkorenen vom TuS Spenge trafen fehlerfrei. TuS Spenge war der DHB-Amateurpokal-Sieger 2017.

Die Enttäuschung war groß bei Spielern und Verantwortlichen. Soviel wurde an den vielen Doppelspieltagen investiert, um am Ende mit leeren Händen da zu stehen. Auch die Silbermedaille ist da nur ein schwacher Trost. Etwas mehr dürfte da wohl die Tatsache getröstet haben, dass in den Herzen der 70 HSV-Schlachtenbummler die Bad Blankenburger die wahren Gewinner des Finales waren. Mit Stolz haben die anwesenden Fans lautstark ihren "Vizepokalsieger" gefeiert, von Enttäuschung keine Spur (mehr).

Neben denen, die persönlich beim Pokalfight dabei waren, werden auch die unzähligen Anhänger, welche aus der Heimat mitgefiebert haben, ihre Pokalhelden mit Respekt und der gebührenden Anerkennung zum Thüringen-Derby am kommenden Donnerstag begrüßen. An dieser Stelle bedanken wir uns im Namen der kompletten Anhängerschaft bei Mannschaft und Verantwortlichen. Vielen Dank, dass wir durch Eure grandiosen Leistungen dieses fantastische Wochenende erleben durften.

TuS Spenge: Bastian Räber, Kevin Becker, Jakob Röttger, Justus Clausing (3), Sebastian Kopscheck (1), Sebastian Reinsch (2), Dennis Mathews (6), Christoph Habert (9), Simon Hanneforth, Nils van Zütphen (1), Marco Filies, Lasse Bracksiek, Fabian Breuer (7), Gordon Gräfe (7)

HSV Bad Blankenburg: Tobias Jahn, Felix Herholc, Frank Grohmann (1), Paul Weyhrauch (7), Tomas Zeman, Martin Müller, Ladislav Brykner (10), Martin Danowski (5), Radoslav Miler (4), Alexander Werner (5), Moritz Rahn, Juraj Geci, Marcel Werner (2), Philipp Große (1)