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27.10.2012

Auswärtssieg mit vielen Fragen

 

SV Oebisfelde – HSV Bad Blankenburg 30:33 (12:18)

Nach dem triumphalen Sieben-Tore-Sieg gegen Köthen ist der HSV Bad Blankenburg wieder in die Normalität in der Mitteldeutschen Oberliga zurückgekehrt. Die Thüringer mussten die längste Anreise der Liga auf sich nehmen und beim spielstarken SV Oebisfelde antreten. Oebisfelde liegt nur 20km von Wolfsburg entfernt und ist der nördlichste Zipfel von Sachsen-Anhalt. Trotz Wintereinbruch in Thüringen und schönstem Herbstwetter im Norden von Sachsen-Anhalt ließ sich das Team um Frank Ihl vorerst nicht von seiner Linie abbringen und begann äußerst konzentriert. Paul Weyhrauch, Juraj Petko und Erik Merkel trafen sofort und ehe sich die Gastgeber versahen, stand es nach zwei Minuten bereits 3:0 für Bad Blankenburg. Weitere zwei Minuten später stand es erneut durch Paul Weyhrauch und einem schönen Konter von Robert Römermann 5:1. Das Spiel des Spitzenreiters schien in die richtige Bahn zu laufen. Aber Oebisfelde hielt dagegen und nach zwölf Minuten war der Vorsprung der Kurstädter beim 6:8 fast aufgebraucht. Danach nahm der HSV-Express wieder Fahrt auf und es trugen sich vor allem Paul Weyhrauch und Marcel Werner in die Torschützenliste ein. Bis zur 30. Minute traf Weyhrauch insgesamt fünfmal, Werner traf viermal ins gegnerische Tor zum 18:11-Zwischenstand, ehe der Gastgeber mit seinem letzten Angriff zum Halbzeitstand von 18:12 einlochte. Der Gast spielte eine überaus gute erste Halbzeit. Als einziges Manko zeigte sich, dass fünf gehaltene Bälle als Abpraller immer wieder zum Gegner gelangten und diese daraus vier Tore verwandeln konnten. So hätte der Halbzeitvorsprung noch sicher sein können.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte. Der HSV war die spielbestimmende Mannschaft und zeigte sich dem Gastgeber in vielen Belangen überlegen. Die Abwehr stand sattelfest und die Angriffswelle der Grün/Gelben lief auf Hochtouren. Als in der 38. Minute ein Zwischenstand von 13:24 auf der Anzeigetafel angezeigt wurde, staunten die zahlreichen Fans in Oebisfelde nicht schlecht. Man konnte denken, das Spiel sei bei einem 11-Tore-Vorsprung entschieden und Oebisfelde versuchte Schadensbegrenzung. Nach 41 Minuten stand es 15:25 und was jetzt geschah, erinnerte etwas an das letzte Fußballländerspiel von Deutschland. Im Gefühl des sicheren Sieges verloren die Blankenburger völlig ihre Linie. Jeder versuchte es mit Einzelaktionen, die Deckung gab höchstens noch 60%, was entscheidend zu wenig ist. Der Gastgeber wurde förmlich zum Tore werfen eingeladen. Bemerkenswert ist jedoch auch, wie Oebisfelde den hohen Rückstand wegsteckte und vor allem kämpferisch, aber auch spielerisch zu toller Form auflief. Mit einem Vier-Tore-Lauf schmolz der Vorsprung des Spitzenreiters auf 19:25 nach 45 Minuten. Drei Tore von Paul Weyhrauch und ein Tor von Michal Mrozek verhinderten Schlimmeres. So wurde der Vorsprung verwaltet und nach 51 Minuten stand es 22:29. Jedoch hatte der HSV nichts aus den vorherigen Ereignissen gelernt und Oebisfelde setzte erneut zu einem Vier-Tore-Lauf an. So stand es nach 56 Minuten nur noch 26:29. Die Thüringer schienen mit dieser Situation völlig überfordert und das Spiel schien zu kippen. Zum Glück hielt Juraj Niznan in dieser Situation den Kopf oben, erzielte zwei Treffer und Paul Weyhrauch verwandelte zwei Siebenmeter sicher. So konnten die drei Tore Vorsprung über die Zeit gerettet werden. Sicherlich hat Frank Ihl in der kommenden Woche bis zum Heimspiel gegen den Tabellendritten Staßfurt viel Gesprächsstoff.

 

Für den HSV Bad Blankenburg spielten: Igor Ardan, Felix Herholc, Tobias Jahn, Marcel Werner (5), Sebastian Bock, Radoslav Miler (1), Paul Weyhrauch (12/5), Juraj Niznan (2), Michal Mrozek (1), Robert Römermann (1), Ivo Havel (2), Florian Schulze, Juraj Petko (5), Erik Merkel (4)

 

Siebenmeter:           HSV 5/5, Oebisfelde 4/3