Großer Umbruch: HSV-Handballer starten in der Thüringenliga

Großer Umbruch: HSV-Handballer starten in der Thüringenliga

Neustart in der Saison 2018/ 19 in der Thüringenliga
Stellungnahme zum Pressebericht der OTZ

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Revivalspiel der Blankenburger Handballer

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Wiedersehen nach fast 15 Jahren
Großer Umbruch: HSV-Handballer starten in der Thüringenliga
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Revivalspiel der Blankenburger Handballer
27.10.2013

Zwei bis Drei Fehler zuviel


59:46 zeigte die Hallenuhr in der Parzivall-Sporthalle – noch 14 Sekunden waren zu spielen. Den HSV Bad Blankenburg trennt zu diesem Zeitpunkt ein einziges Tor vom ersten Auswärtszähler in dieser ersten Drittliga Saison. Der Ball landet zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff bei Erik Merkel, der aus sehr spitzem Winkel werfen muss und am – vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit stark haltenden –  Kirchzeller Schlussmann Johannes Klimmer scheitert. Schlusssirene. Die Köpfe hängen tief bei den Spielern der Thüringer Gäste, obschon sie in den letzten 60 Minuten die beste Auswärtsleistung dieser Saison zeigten.

Dabei hat der HSV den Handballabend in Amorbach glänzend begonnen: Bereits nach sechs Minuten stand es 5:1 für die angereisten Gäste; Sven Suton führte gut Regie – und das Thüringer Abwehrbollwerk Geci-Niznan-Römermann-Borodovskis zog den Kirchzellern den Angriffszahn. TVK Trainer Gottfried Kunz war somit frühzeitig gezwungen eine Auszeit zu nehmen und er veränderte insbesondere die Verteidigungstaktik seiner Mannen: Mit einer defensiv ausgerichteten 4:2 Abwehr gelang es den Gastgebern, die Angriffsserie des HSV nachhaltig zu stoppen – quälende 10 Minuten mussten die mitgereisten Fans auf den nächsten Torjubel warten; ausgelöst durch einen verwandelten 7-Meter Paul Weyhrauchs. Da aber hatten die Gastgeber bereits den Vorsprung des HSV egalisiert und konnten in Folge erstmals am Abend in Führung gehen (7:6; 16. Min). Der HSV gab aber nicht klein bei, kam nun wieder besser ins Spiel und konnte im weiteren Verlauf durch drei Treffer von Robert Römermann und Juraj Niznan wieder einen kleinen Vorsprung herausspielen (7:9, 19. Min). Abermals gelang es dem TVK aber, innerhalb kürzester Zeit durch Treffer von Steffen Kaufmann und Andreas Kunz – beide Spieler steuerten insgesamt 19 Treffer bei – aufzuschließen. Kaufmann war es dann auch, welcher zwei unglückliche Aktionen des HSV knallhart bestrafte und den 13:11 Halbzeitstand herstellte.

Den Start des zweiten Durchganges schien dann der HSV etwas verschlafen zu haben: In den ersten Minuten gelang es den Hausherren, den Vorsprung auf 4 Treffer auszubauen (17:13; 37. Minute). Aber auch hier gaben sich die Männer von Frank Ihl nicht auf, sondern kämpften sich bis zur 45. Minute zurück ins Spiel (19:19); Marcel Werner war es vorbehalten, den erneuten Ausgleichstreffer zu erzielen. Wann immer die Kurstädter geduldig Ihre Kombinationen spielten, wurde Zählbares daraus. Dennoch gelang es dem HSV nicht, sich in der Partie deutlich abzusetzen, das Spiel wiegte nun hin und her. In der 55. Minute gingen die Thüringer Gäste an diesem Abend letztmalig durch einen Treffer Erik Merkels in Führung (25:26). Die Mannschaft kämpfte nun aufopferungsvoll und unter Aufbringung der letzten Kräfte um den Punkt, der nicht nur in der Luft lag, sondern auch mehr als verdient gewesen wäre.

„Wir haben am Ende zwei bis drei Fehler zu viel gemacht“ sagte denn ein sichtlich enttäuschter Frank Ihl beim spielanschließenden Trainergespräch. Schon am Sonntag aber wird er den Gram über den „verlorenen Punkt“ hoffentlich vergessen haben und sich an der bisher besten Auswärtsleistung seiner Mannschaft ein Stück erfreuen können.


Bis ins bayrische reisten für den HSV: Tobias Jahn, Felix Herholc, Erik Merkel (4), Elvis Borodovskis (4), Juraj Niznan (3), Paul Weyhrauch, Paul (7/4), Robert Römermann (5), Igor Ardan, Radoslav Miler, Sven Suton (1), Juraj Geci, Marcel Werner (4)