Der HSV Bad Blankenburg hat am Samstagabend ein starkes Auswärtsspiel gezeigt und sich beim HC Burgenland mit 31:26 durchgesetzt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Tempo sowie einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit belohnte sich der HSV Bad Blankenburg nicht nur mit zwei verdienten Punkten, sondern erhielt zusätzlich die erfreuliche Nachricht, dass aus dem sächsischen Verband keine Mannschaft aufsteigen möchte. Damit steht fest: Der HSV Bad Blankenburg spielt auch in der kommenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga.
Das Duell begann ausgeglichen. Beide Mannschaften fanden schnell in den Angriffsrhythmus, der HSV Bad Blankenburg setzte durch frühe Treffer von Josef Jonas sowie Vaclav Kovar erste Akzente. Doch der HC Burgenland antwortete prompt und nutzte einige Unkonzentriertheiten des Gastes aus Thüringen, um sich Mitte der ersten Halbzeit leicht abzusetzen. Besonders Osmanhodzic sowie Oelke stellten die HSV‑Abwehr mehrfach vor Probleme. Beim Stand von 16:14 ging es in die Pause – ein Ergebnis, welches den Spielverlauf bis dahin gut widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der HSV Bad Blankenburg jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Abwehr agierte nun deutlich kompakter, gewann wichtige Zweikämpfe und zwang den HC Burgenland zu Fehlern. Gleichzeitig kam der Angriff ins Rollen: Quentin Graefe, Daniel Kyvala sowie Matej Scherer trafen in Serie, während Vaclav Kovar und Josef Jonas immer wieder Lücken fanden. Zwischen der 31. und 40. Minute gelang dem HSV Bad Blankenburg ein beeindruckender 6:0‑Lauf, welcher das Spiel komplett drehte, den Gastgeber sichtbar verunsicherte.
Der HC Burgenland versuchte zwar, mit Auszeiten und taktischen Umstellungen gegenzusteuern, doch der HSV Bad Blankenburg blieb konsequent. Das Team von Ivo Havel und Tomas Zeman spielte seine Angriffe geduldig aus, nutzte die Breite des Feldes und zeigte in den entscheidenden Momenten eine bemerkenswerte Ruhe. Auch die Unterzahlsituationen wurden diesmal souverän gelöst. Spätestens beim 27:21 war klar, dass der HSV Bad Blankenburg an diesem Abend nichts mehr anbrennen lassen würde.
Am Ende stand ein verdienter 31:26‑Erfolg, welcher nicht nur sportlich enorm wichtig war, sondern auch emotional. Nach schwierigen Wochen, knappen Niederlagen und einem engen Tabellenkeller war dieser Sieg ein starkes Zeichen der Mannschaft. Mit nun 23:31 Punkten klettert der HSV Bad Blankenburg zurück auf Rang neun und hat sich endgültig aus der Gefahrenzone befreit.
Die Nachricht aus Sachsen, dass kein Team aufsteigen möchte, sorgt zusätzlich für Erleichterung: Der Abstiegskampf ist offiziell beendet. Der HSV Bad Blankenburg kann die verbleibenden drei Spiele nun mit deutlich weniger Druck, aber weiterhin mit viel sportlichem Ehrgeiz angehen.
Im Saisonendspurt trifft der HSV Bad Blankenburg jetzt noch auf die HSG Freiberg (Heimspiel), NHV Concordia Delitzsch (auswärts) und zum Abschluss auf den HC Aschersleben (Heimspiel). Das Bad Blankenburger Handball-Team möchte die Saison nun positiv zu Ende bringen und den Schwung aus Naumburg mitnehmen.
Ein starker Abend, zwei wichtige Punkte – sowie die Gewissheit, dass der HSV Bad Blankenburg auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielt.
HSV Bad Blankenburg: Norbert Ban (2), Til Scherer (1), Jonas Bogatzki, Daniel Kyvala (6), Benas Vaicekauskas, Quentin Graefe (4), Dominik Doskar, Matej Scherer (4), Josef Jonas (4), Michael Konarik (3), Jan Hermanovsky, Julius Standhard, Damian Kowalczyk, Kristian Uhrinak (1), Vaclav Kovar (6; 1/2)