mJC Saale Füchse – Post SV Gera 33:27 (15:15)
Die C-Jugend der Saale Füchse hat am Samstagvormittag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum sie an der Tabellenspitze der Oberliga steht. Im Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger aus Gera entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, welcher alle Zuschauer in der Dreifelderhalle Gorndorf früh in seinen Bann zog. Beide Teams legten ein enormes Tempo vor, und besonders der Gast aus Gera erwischte den wacheren Start. Mit schnellen Treffern sowie einer hohen Effizienz vom Siebenmeterpunkt setzten sie die Füchse unter Druck und führten zwischenzeitlich sogar mit drei Toren.
Doch das junge Team ließ sich davon nicht beeindrucken. Nach einer frühen Auszeit fand es besser in das Duell, steigerte die Abwehrarbeit und kam über konsequent ausgespielte Angriffe zurück ins Spiel. Immer wieder war es Maximilian Dietzel, welcher mit seiner Dynamik sowie Wurfkraft wichtige Akzente setzte und die Mannschaft im Spiel hielt. Auch Noah Klose und Tim Volkmar brachten mit starken Einzelaktionen die Halle zum Beben. So entwickelte sich eine erste Halbzeit, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte und folgerichtig mit einem 15:15‑Unentschieden in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch deutlich. Die Saale Füchse kamen wie verwandelt aus der Kabine und legten einen beeindruckenden Zwischenspurt hin. Innerhalb weniger Minuten drehten sie das Spiel komplett, setzten sich erstmals klar ab. Der Abwehrblock stand nun deutlich stabiler, zwang Gera zu Fehlern und ermöglichte einfache Tore über die erste sowie zweite Welle. Vor allem Dietzel drehte nun richtig auf und war von der Gästeabwehr kaum noch zu stoppen. Insgesamt neun Treffer steuerte er zum Erfolg bei, war damit der herausragende Werfer des Tages.
Ebenso reihte sich der Rest des Teams nahtlos in die starke Mannschaftsleistung ein. Luc Paul Santi zeigte seine gewohnte Abschlussstärke, Volkmar traf aus nahezu allen Lagen und Klose glänzte sowohl im Eins‑gegen‑Eins als auch vom Siebenmeterpunkt. Die Saale Füchse spielten sich in einen regelrechten Rausch, während Gera zunehmend Schwierigkeiten hatte, den Anschluss zu halten. Zwar blieb der Post SV über seine treffsicheren Rückraumschützen gefährlich, doch die Saale Füchse hatten das Spiel nun fest im Griff und ließen sich die Führung nicht mehr nehmen.
Am Ende stand ein verdienter 33:27‑Heimsieg auf der Anzeigetafel, welcher die Tabellenführung weiter festigt und die beeindruckende Serie der Saale Füchse fortsetzt. Mit nun 19:1 Punkten bleiben sie das Maß der Dinge in der Liga und gehen mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben.
Saale Füchse: Florian Kaufmann, Emil Rescher, Luc Paul Santi (5), André Heerwagen (2), Anton Siebert (3), Richard Protze (2), Noah Klose (6; 1/2), Maximilian Dietzel (9), Mateo Lieske, Tim Volkmar (6)
F‑Jugend – Turnier in Saalfeld
Für die gemischte F‑Jugend des HSV Bad Blankenburg stand am vergangenen Sonntag ein ganz besonderer Tag an. Beim Turnier in Saalfeld ging es vor allem darum, erste Erfahrungen zu sammeln, gemeinsam Spaß zu haben und die Freude am Handball auszuleben. Viele der Kinder standen zum ersten Mal bei einem Turnier auf dem Feld, und entsprechend groß war die Aufregung, als die „Jungen Hüpfer“ des HSV Bad Blankenburg in der Halle ankamen.
Doch schon nach den ersten Ballwechseln war die Nervosität verflogen. Das Team fand mutig ins Spiel, zeigte viel Begeisterung und belohnte sich im Laufe des Turniers mit zwei Siegen aus fünf Partien. Jeder Treffer wurde gefeiert, jede gelungene Aktion sorgte für strahlende Gesichter – und man merkte schnell, wie sehr die Kinder über sich hinauswuchsen, je länger das Turnier dauerte.
Besonders wertvoll war die Unterstützung der beiden Minis, welche kurzfristig eingesprungen waren und dem Team halfen, überhaupt antreten zu können. Sie fügten sich großartig ein und trugen ihren Teil dazu bei, dass die Mannschaft als Einheit auftreten konnte. Auch abseits des Spielfeldes herrschte eine großartige Atmosphäre. Alle Eltern feuerten lautstark an, spendeten Trost, wenn etwas nicht funktionierte, und jubelten, wenn die Jüngsten Erfolgserlebnisse sammelten.
Am Ende des Tages stand nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern das Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben. Die „Jungen Hüpfer“ kehrten mit vielen neuen Eindrücken, einem großen Lächeln und einer ordentlichen Portion Stolz nach Hause zurück. Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren sowie Helfer des Turniers, welche für einen reibungslosen Ablauf sorgten und den Kindern einen unvergesslichen Tag ermöglichten.
Saale Füchse U21 – HSV Weimar II 27:22 (13:11)
Das gemeinsame U21 Perspektiv Team der HSG Saalfeld/Könitz II und des HSV Bad Blankenburg hat am Sonntag für eine der Überraschungen des Spieltags gesorgt. Gegen den Tabellenführer aus Weimar zeigte die Mannschaft eine ihrer geschlossensten sowie reifsten Leistungen der Saison und sicherte sich mit einem verdienten 27:22‑Heimsieg zwei wichtige Punkte. Die Guts Muths‑Halle wurde dabei einmal mehr zum Faktor, denn der junge Perspektivkader spielte mit einer Energie, welche Weimar über weite Strecken vor große Probleme stellte.
Der Start verlief zunächst holprig. Weimar nutzte die ersten Minuten konsequent und ging mit schnellen Treffern in Führung. Doch das junge Team aus dem Städtedreieck reagierte mit viel Ruhe sowie einem klaren Plan. Nach einer frühen Auszeit stabilisierte sich das Spiel, die Abwehr arbeitete kompakter und im Angriff fanden der Gastgeber zunehmend bessere Lösungen. Nico Geßler und Marc Freimuth setzten wichtige Impulse, während Justin Schlosser vom Siebenmeterpunkt die ersten Ausgleichstreffer erzielte.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm die Saale Füchse U21 immer deutlicher das Heft des Handels. Der Abwehrblock zwang Weimar zu Fehlern und im Umschaltspiel zeigte die Mannschaft ihre größte Stärke. Besonders in der Phase zwischen der 17. und 23. Minute spielte sich die U21 in einen kleinen Rausch: Büttner, Prang, Schumann sowie Ehnert trafen in Serie, sodass aus einem Rückstand eine komfortable Führung wurde. Weimar wirkte überrascht von der Entschlossenheit der Gastgeber, fand aber kurz vor der Pause noch einmal Anschluss. Mit einem knappen 13:11 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Saale Füchse U21 das aktivere Team. Das Defensivspiel stand weiterhin stabil, Torhüter Max‑Ole Schmidt parierte wichtige Bälle und im Angriff zeigte die Mannschaft eine beeindruckende Variabilität. Ehnert sowie Freimuth trafen aus dem Rückraum, Geßler setzte sich mehrfach stark im Eins‑gegen‑Eins durch und Schlosser verwandelte die entscheidenden Siebenmeter sicher. Weimar versuchte, über die starken Powelske und Zimmermann zurück ins Spiel zu finden, doch der U21 Perspektivkader ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen.
In der Schlussphase spielte das Team die Partie souverän zu Ende. Die Mannschaft blieb geduldig, nutzte ihre Chancen konsequent und hielt den Tabellenführer auf Abstand. Mit dem letzten Treffer des Spiels setzte Schlosser den Schlusspunkt unter eine Leistung, welche Mut für die kommenden Aufgaben macht.
Mit nun 10:10 Punkten klettert das Perspektiv Team der HSG Saalfeld/Könitz sowie HSV Bad Blankenburg auf Tabellenplatz fünf und zeigt eindrucksvoll, dass es gegen jedes Team der Liga bestehen kann, wenn es seine Stärken konsequent auf die Platte bringt. Der Sieg gegen den Spitzenreiter ist ein starkes Ausrufezeichen – und ein Beweis dafür, wie viel Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt.
Saale Füchse U21: Max-Ole Schmidt, Chris Büttner (3), Luca-David Röse, Ben Stiehler, Nico Geßler (4), Jonas Koch, Anton Ehnert (4; 0/1), Niklas Wiehle, Marc Freimuth (5), Jannik Jahns (1; 1/1), Justin Schlosser (3; 2/4), Nick Schumann (2), Kilian Schwertner (1), Maximilian Leisner, Richard Prang (3), Adrian Kohl (1)
HSV Bad Blankenburg – HC Glauchau/Meerane 38:25 (20:10)
Der HSV Bad Blankenburg hat am Sonntag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem deutlichen 38:25‑Heimsieg gegen den HC Glauchau/Meerane zeigte die Mannschaft eine ihrer stärksten Saisonleistungen und ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wer die Guts Muths‑Halle als Sieger verlassen würde. Der Bad Blankenburger Anhang bekam ein Spiel zu sehen, welches von Tempo, Entschlossenheit sowie einer beeindruckenden mannschaftlichen Geschlossenheit geprägt war.
Schon die Anfangsphase gehörte klar dem HSV Bad Blankenburg. Die Abwehr stand kompakt, Torhüter Benas Vaicekauskas war sofort im Spiel und im Angriff lief der Ball mit einer Selbstverständlichkeit, welche Glauchau früh ins Hintertreffen brachte. Daniel Kyvala eröffnete den Torreigen und legte in den ersten Minuten gleich mehrfach nach. Auch Jan Hermanovsky und Norbert Ban setzten wichtige Akzente, sodass der HSV schnell eine deutliche Führung herausspielte. Nach nicht einmal zehn Minuten stand es 10:5 – und die Gäste fanden kaum Mittel, um den Druck der Hausherren zu bremsen.
Besonders auffällig war die Konsequenz, mit welcher der HSV Bad Blankenburg seine Chancen nutzte. Vaclav Kovar verwandelte die Siebenmeter mit großer Ruhe und trug insgesamt acht Treffer bei. Quentin Graefe zeigte seine ganze Athletik, war sowohl am Kreis als auch im Gegenstoß eine ständige Gefahr. Die Abwehr arbeitete aggressiv, verschob klug und zwang Glauchau immer wieder zu schwierigen Würfen. Der Gast aus Glauchau scheiterte mehrfach vom Siebenmeterpunkt, während Bad Blankenburg seine Führung Tor für Tor ausbaute. Zur Halbzeit stand ein souveränes 20:10 auf der Anzeigetafel.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Der HSV Bad Blankenburg spielte mit einer beeindruckenden Leichtigkeit weiter, erhöhte das Tempo und ließ Glauchau kaum Luft zum Atmen. Kyvala traf aus allen Lagen, Doskar setzte im Rückraum wichtige Akzente und auch die Spieler von der Bank fügten sich nahtlos ein. Julius Standhardt sowie Kristian Uhrinak sorgten für frische Impulse, während Konárik und Ban die Führung weiter ausbauten. Der HC Glauchau/Meerane versuchte zwar, über Ivanchenko sowie Ludwig dagegenzuhalten, doch der HSV Bad Blankenburg war an diesem Tag schlicht zu stark.
In der Schlussphase feierte die Halle jeden Treffer, die Mannschaft spielte das Duell konzentriert zu Ende. Selbst eine späte Unterzahl brachte den Spielfluss nicht mehr ins Wanken. Mit dem 38:25‑Endstand setzte der HSV Bad Blankenburg ein klares Statement und kletterte in der Tabelle auf Rang neun. Der Sieg war nicht nur wichtig für die Punkte, sondern auch für das Selbstvertrauen – er zeigte ebenfalls, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, wenn sie ihr Spiel konsequent durchzieht.
Ein Heimsieg, der Mut macht und Lust auf mehr. Die Guts Muths‑Halle war an diesem Sonntag wieder einmal ein Ort, an dem Handball mit Leidenschaft, Tempo sowie Überzeugung gespielt wurde – und der HSV Bad Blankenburg war der verdiente Hauptdarsteller.
HSV Bad Blankenburg: Norbert Ban (4), Til Scherer (1), Daniel Kyvala (9), Benas Vaicekauskas, Quentin Graefe (6), Dominik Doskar (4), Josef Jonas, Michael Konarik (2), Jan Hermanovsky (2), Julius Standhardt (1), Juraj Geci, Kristian Uhrinak (1), Jacob Lutz, Vaclav Kovar (8; 5/6)