HSV Bad Blankenburg unterliegt dem Tabellenzweiten

Der HSV Bad Blankenburg hat im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten HC Elbflorenz 2006 II eine 24:29‑Niederlage hinnehmen müssen. Trotz einer engagierten Leistung über weite Strecken reichte es am Ende nicht, um dem Favoriten aus Dresden ernsthaft gefährlich zu werden. Dresden zeigte seine Klasse, spielte abgeklärt und nutzte die entscheidenden Phasen konsequenter aus. Für den HSV Bad Blankenburg bedeutet die Niederlage einen weiteren Rückschlag, doch im Kampf um den Klassenerhalt bleibt weiterhin alles offen.

Das Spiel begann ausgeglichen. Der HSV Bad Blankenburg fand gut ins Spiel, erzielte durch Josef Jonas sowie Vaclav Kovar frühe Treffer und hielt die Begegnung bis zum 6:6 offen. Doch nach der ersten Zeitstrafe gegen den Gastgeber übernahmen die Elbflorentiner zunehmend die Kontrolle. Dresden nutzte seine Chancen konsequent, während der HSV Bad Blankenburg im Angriff mehrere gute Möglichkeiten liegen ließ. So setzte sich der Favorit Schritt für Schritt ab und führte zur Pause mit 16:11.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich der HSV Bad Blankenburg mit viel Einsatz zurück ins Spiel. Vor allem Vaclav Kovar, welcher am Ende zehn Treffer erzielte, sowie Kristian Uhrinak sorgten dafür, dass der Rückstand nicht größer wurde. Auch die Abwehr arbeitete phasenweise stabiler. Doch immer, wenn Bad Blankenburg näher herankam, fand Elbflorenz die passende Antwort. Besonders die Rückraumachse der Gäste blieb schwer zu kontrollieren und erzielte in wichtigen Momenten entscheidende Treffer.

In der Schlussphase versuchte der HSV Bad Blankenburg noch einmal alles, doch die Gäste spielten ihre Erfahrung aus und ließen nichts mehr anbrennen. Am Ende stand ein verdienter 29:24‑Erfolg für Elbflorenz, welcher die Favoritenrolle der Dresdner unterstrich. Für den HSV Bad Blankenburg bleibt die Erkenntnis, dass Einsatz und Wille gestimmt haben, die Fehlerquote gegen ein Topteam aber zu hoch war.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie eng die Lage im unteren Drittel geworden ist. Der HSV Bad Blankenburg steht mit 21:31 Punkten auf Rang zehn – punktgleich mit Plauen, aber nur drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Dahinter drängen gleich mehrere Teams, welche ebenfalls dringend Zähler benötigen. Mit noch vier ausstehenden Spielen ist der Kampf um den Klassenerhalt völlig offen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend. Der HSV Bad Blankenburg trifft noch auf HC Burgenland (A), HSG Freiberg (H), NHV Concordia Delitzsch (A) und zum Abschluss auf HC Aschersleben (H). Besonders die beiden Heimspiele gegen Freiberg sowie Aschersleben könnten im Tabellenkeller eine enorme Bedeutung bekommen. Gleichzeitig hat das Team in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass es auch auswärts überraschen kann – wie etwa in Pirna oder Bernburg.

Trotz der Niederlage gegen Elbflorenz bleibt die Ausgangslage also weiterhin in der eigenen Hand. Mit einer konzentrierten Trainingswoche, einer stabileren Abwehr sowie dem Support der Fans kann der HSV Bad Blankenburg in den kommenden Spielen wichtige Punkte sammeln. Die Mannschaft hat schon oft bewiesen, dass sie Rückschläge wegstecken kann – und genau das wird jetzt wieder gefragt sein.

HSV Bad Blankenburg: Norbert Ban (2), Til Scherer, Jonas Bogatzki, Daniel Kyvala, Benas Vaicekauskas, Quentin Graefe (1), Dominik Doskar, Matej Scherer (3), Josef Jonas (1), Michael Konarik (1), Jan Hermanovsky (1), Julius Standhard, Juraj Geci, Kristian Uhrinak (5), Jacob Lutz, Vaclav Kovar (10; 4/6)