HSV dominiert auch mit Rumpfteam

HSV dominiert auch mit Rumpfteam

SG Motor Arnstadt/Plaue - HSV Bad Blankenburg 19:33 (12:18) | Spielbericht OTZ
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HSV dominiert auch mit Rumpfteam
02.02.2014

Sensationsspiel mit glücklichem Ausgang

HSV Bad Blankenburg – SG LVB Leipzig 23:22 (10:13)

Schon im vorherigen Heimspiel des HSV gegen die HSG Rodgau Nieder Roden vor zwei Wochen wurden die Nerven der Fans stark strapaziert, aber in diesem Spiel erreichten die Emotionen ihren Höhepunkt.

In der ausverkauften Vierfelderhalle erlebten die Zuschauer wohl kein Spiel für Handballästheten, dafür ein aufregendes und spannendes Spiel, für das man ein starkes Herz brauchte.

Der HSV verschlief die gesamte Anfangsphase trotz guter Kabinenansprache völlig. Was das Team um Frank Ihl in den ersten zwölf Spielminuten zeigte, grenzte an Arbeitsverweigerung. Völlig unmotiviert lag der HSV nach zwölf Minuten mit 0:8 im Rückstand. Erst in der 13. Minute trafen die Bad Blankenburger erstmals das Tor des Gegners. Die Leipziger konnten bis zu diesem Zeitpunkt aber schon acht Bälle im Tor von Tobias Jahn versenken. Frank Ihl reagierte, wechselte aus und stellte auf eine 5:1-Deckung um. Plötzlich funktionierte bei den Gastgebern mehr, sie holten Tor um Tor auf und konnten in der 22. Minute auf 8:11 verkürzen. Die letzten acht Minuten der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe und so ging es mit einem 10:13-Vorsprung für die Gäste aus Leipzig in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann dann völlig verändert. Das erste Tor erzielte Marcel Werner für den HSV. Nach nur sieben Minuten in der zweiten Spielhälfte konnte Bad Blankenburg erstmal durch einen Treffer von Michal Mrozek mit 15:14 in Führung gehen. Doch Leipzig ließ sich nicht abschütteln und blieb im Spiel. Nach 50 Minuten konnte Paul Weyhrauch erstmal einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswerfen (50., 20:18). Viele Fans dachten, dass die Gäste nun einbrechen würden. Aber beide Mannschaften kämpften unverdrossen weiter. Die Gastgeber scheiterten immer wieder an dem überragend haltendem Leipziger Torwart. Tobias Jahn im Tor des HSV stand ihm jedoch in nichts nach und wurde am Ende noch zum Held dieser Partie. Die letzten Minuten hatten es in sich. In der 56. Minute verwarf der HSV den insgesamt fünften Siebenmeter (56., 21:20). Leipzig glich dann in der 57. Minute zum 21:21 aus, ehe der HSV durch Robert Römermann erneut in Führung gehen konnte (57., 22:21). Leipzig traf aber postwendend zum 22:22-Gleichstand in der 58. Minute. Es waren nun noch zwei Minuten zu spielen. Leipzig lief einen Konter, Tobias Jahn kaufte dem völlig frei durchgelaufenen Gästespieler diesen Ball aber ab. Auf beiden Seiten wurden Zweiminutenstrafen verteilt, sodass die letzten Sekunden 5 gegen 5 gespielt wurde. Igor Ardan, Kapitän und ältester HSV-Spieler, traf wenige Sekunden vor Schluss zum 23:22. Leipzig reagierte und setzte alles daran, noch auszugleichen. Jedoch scheiterten sie in den Schlusssekunden gleich zweimal aus eigentlich sehr aussichtsreichen Positionen am HSV-Keeper.

So gewann der HSV, der das Glück abermals auf seiner Seite hatte, sein nächstes Heimspiel mit einem Tor Vorsprung. Nun hofft die Mannschaft von Frank Ihl in den nächsten beiden Auswärtsspielen gegen Groß Umstadt und Groß-Bieberau den ein oder anderen Punkt mit nach Hause bringen zu können.


Für den HSV spielten Tobias Jahn, Felix Herholc; Igor Ardan (5), Elvijs Borodovskis (1), Juraj Niznan (3), Paul Weyhrauch (7/2), Robert Römermann (2), Michal Mrozek (2), Juraj Petko (2), Marcel Werner (1/1), Erik Merkel, Sven Suton, Juraj Geci


Siebenmeter: HSV Bad Blankenburg 8/3, SG LVB Leipzig 3/3