Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor

Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor

Der HSV Bad Blankenburg hat wieder einen Fanclub! Die "Schwarzataler Rasselböcke" stellen sich vor!
Der HSC hat alles im Griff

Der HSC hat alles im Griff

21.10.2017 | Spielbericht HNA | 9. Spieltag | 3. Liga Staffel Ost | HSC Bad Neustadt - HSV Bad Blankenburg 25:18 (13:7)
Wieder nur Kanonenfutter

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21.10.2017 | Spielbericht OTZ | 9. Spieltag | 3. Liga Staffel Ost | HSC Bad Neustadt - HSV Bad Blankenburg 25:18 (13:7)
Turnier der F- Jugend in der Landessportschule

Turnier der F- Jugend in der Landessportschule

Die F-Jugend des HSV Bad Blankenburg gewinnt Handballturnier in der Landessportschule Bad Blankenburg.
Die Schwarzataler Rasselböcke stellen sich vor
Der HSC hat alles im Griff
Wieder nur Kanonenfutter
Turnier der F- Jugend in der Landessportschule
05.03.2017

Spannendes Spiel mit tragischem Ende

Die gut 30 nachgereisten Fans des HSV Bad Blankenburg mussten am Samstagabend nach Spielende tief durchatmen. Die letzten zehn Minuten in der Begegnung am 21. Spieltag, ESV Lokomotive Pirna gegen HSV Bad Blankenburg, waren nichts für schwache Nerven. Doch beginnen wir am Anfang.

Pünktlich um 19:30 Uhr wurde die Partie in der Sporthalle Pirna Sonnenstein angeworfen. Gut gelaunt warteten beide Fanlager geduldig auf den ersten Treffer. Das Publikum musste viel Geduld aufbringen. Erst in der sechsten Minute konnten die Zuschauer endlich einen Treffer zu bejubeln. Spielertrainer Dusan Milicevic, er sollte später noch zur tragischen Figur beim Spielausgang werden, traf per 7-Meter zum 1:0 (6.). Kurz darauf kam auch der HSV Bad Blankenburg zu seinem ersten Treffer. Marcel Werner stellte den 1:1- Ausgleich (7.) her.

Geprägt von zwei bärenstarken Abwehrreihen und guten Torhüterleistungen plätscherte das Spiel bis Mitte der ersten Halbzeit dahin. Erst dann wurde das Angriffsspiel der beiden Kontrahenten effizienter, was sich in den nun auch fallenden Treffern wiederspiegelte. Die Partie wurde auf beiden Seiten besser, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften einen nennenswerten Vorteil verschaffen konnte. Beim Stande von 12:11 ging es in die Pause und die Fans beider Mannschaften hofften auf eine torreichere zweite Spielhälfte.

Paul Weyhrauch setzte mit seinem Doppelpack (31. und 32.) ein kleines Zeichen und brachte die Thüringer mit 12:13 in Führung. Diesen kleinen Vorsprung konnten die Gäste zwar einige Zeitlang verteidigen, verpassten es aber in der Folge sich entscheidend abzusetzen. Die Partie blieb also weiterhin völlig offen. Der Treffer von Radoslav Miler zum 16:18 (40.) ließ zwar den Vorsprung auf ein weiteres Pünktchen anwachsen, aber der Kampfgeist des ESV Lok Pirna ließ sich nicht so leicht brechen.

Bis zum Schlussdrittel waren die Gäste den Sachsen nun stetig zwei Treffer voraus. Doch es gelang den Eisenbahnern, zwischen der 51. und 54. Minute, drei Treffer in Folge im Kasten der Thüringer unterzubringen. Der Vorsprung war egalisiert, die Sachsen in Führung gegangen. Damit nicht genug, zwei weitere Nackenschläge ereilten den HSV Bad Blankenburg, als Juraj Geci und Radoslav Miler kurz aufeinander folgend jeweils mit einer 2-Minutenstrafe sanktioniert wurden.

Die Gastgeber wussten diesen schwerwiegenden Vorteil nicht zu nutzen. Trotz doppelter Unterzahl erzielte Frank Grohmann, Protagonist im noch ausstehenden dramatischen Finale, den Ausgleichstreffer zum 24:24 (54.). Dusan Milicevic, ebenfalls an der packenden Schlussminute beteiligt, bringt Pirna ein weiteres Mal in Führung (56.). Diese wurde im direkten Gegenzug, erneut durch einen Treffer von Frank Grohmann (57.), negiert. Matchwinner Grohmann versenkte kurz darauf einen 7-Meter in den Maschen, die 25:26 (59.) Führung für die Blankenburger war hergestellt.

In der Sporthalle Pirna Sonnstein knisterte es vor Spannung als die Uhr herunterzählte. Während man im Gästeblock überwiegend erschrockene Gesichter sah, brachen die heimischen Fans in Jubel aus, als Srdan Gavrilovic 15 Sekunden vor dem Ende per 7-Meter den 26:26 Gleichstand herstellte. Wie einen Sieg feierten die Lok-Anhänger das vermeintliche Unentschieden und den damit einhergehenden Punktgewinn.

HSV-Trainer Jörn Schläger wollte sich mit diesem einem Punkt allerdings nicht zufriedengeben. Sofort nutzte er die Möglichkeit zur Auszeit. 9 Sekunden bevor das gefürchtete Schlusssignal ertönen würde, beriet sich Schläger mit seiner Sieben über die weitere Vorgehensweise. Die Kurstädter nahmen noch einmal Anlauf. Um den nun folgenden Angriff zu stoppen, bediente sich Dusan Milicevic unlauterer Mittel. Der Angriff war unterbunden. Erneut brachen die einheimischen Fans in Jubel aus. Doch diesmal nur kurz. Offenbar hatte der Pirnaer Spielertrainer den Ball zu lange gesperrt. Dies zwang den Schiedsrichter dazu, Dusan Milisevic regelkonform per Roter Karte des Feldes zu verweisen. Eine weitere Folge von Milisevics Regelverstoß war der 7-Meter, welchen der HSV Bad Blankenburg zugesprochen bekam.

Eine Sekunde vor dem offiziellen Ende dieser denkwürdigen Partie trat nun also Frank Grohmann am 7-Meter Punkt an. Ohne lange zu fackeln versenkte er den Strafwurf im Pirnaer Kasten. Man konnte quasi den Luftzug spüren, als die gut 30 treuen HSV Anhänger die angehaltene Luft ausatmeten. Wie in einer Explosion ging die Anspannung in überglücklichem Jubel über. Der Mannschaft ging es ähnlich und große Freude breitete sich schlagartig unter den Spielern aus.

Der HSV Bad Blankenburg bleibt ungeschlagen. Besiegt, wenn auch etwas glücklich, den ESV Lokomotive Pirna letztlich mit 26:27 und macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft.

Tobias Jahn, Felix Herholc, Frank Grohmann (6; 3/3), Paul Weyhrauch (8, 2/3), Martin Müller, Martin Danowski (2), Radoslav Miler (2), Alexander Werner (3), Moritz Rahn (3), Juraj Geci (1), Marcel Werner (2), Philipp Große